Energieanwendung

12.03.2020

Faszination Bernstein

Dank dem Bernstein hat die Mensch­heit die Elek­tri­zität entdeckt

Stephan Schmitz
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Lange wusste die Mensch­heit nicht, was sie aus dem leichten, gelben Stein machen sollte – ausser Schmuck. Bern­stein galt als «Tränen der Götter». Er war durch­sichtig, manch­mal schien ein Insekt darin gefangen. Wenn man ein Woll­tuch daran rieb, konnte er auf magische Weise einen kleinen Wasser­strahl ablenken – die Ent­de­ckung der 
statischen Elek­tri­zi­tät. Die Griechen nannten ihn «Electron», und die Nord­friesischen Inseln, an deren Stränden er gefunden wurde, hiessen in der Antike «Elektridische Inseln». In Steven Spielbergs Film «Jurassic Park» wurden Saurier aus den letzten Blut­mahl­zeiten von in Bern­stein ein­ge­schlos­senen Mücken gezüchtet. Allerdings ist DNA niemals so lange haltbar. Im Lauf der Jahre ent­wick­el­te die Mensch­heit aus dem Stein aus fossilem Baum­harz Holz­schutz­mittel und vor allem Isolations­material für die ersten elektrischen Geräte – bis neue Kunst­stof­fe das billiger und besser konnten. Und so ist der Bern­stein heute wieder das, was er schon während Jahr­tau­sen­den war: Schmuck und Faszinosum.

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