Netzstecker

Die verschiedenen Netzstecker-Typen werden mit Buchstaben bezeichnet.

Typen A und B

Den Standardstecker in Nord- und Mittelamerika gibt es ohne (Typ A) oder mit Erdung (Typ B). Während im Rest der Welt meist eine Spannung von 200 bis 240 Volt und eine Frequenz von 50 Hertz üblich sind, kommen hier zwischen 100 und 127 Volt bei 60 Hertz aus der Wand.
Als einziges Land der Welt herrschen in Japan zwei verschiedene Netzfrequenzen. Weil Tokio Ende des 19. Jahrhunderts Generatoren der deutschen AEG und Osaka fast zeitgleich Generatoren der US-amerikanischen General Electric bestellt hat, gelten im Westen 60 Hertz und im Osten 50 Hertz.

Typ C

Der «Eurostecker» des Typs C, wie er auch in der Schweiz verbreitet ist, passt auch in Dosen des Typs E, F, H, J und K und damit in allen europäischen Ländern ausser Grossbritannien, Irland, Zypern und Malta (alle Typ G).

Typen D, G und M

Guyana, Myanmar, Kenia usw.: Die Steckdosen der Typen D und G finden sich überall dort, wo die britischen Kolonialherren einst für die Elektrifizierung gesorgt haben. Südafrika war auch einmal eine britische Kolonie. Mit dem Typ M, etwas grösser als die «alte britische Dose» des Typs D, hat es sich aber mittlerweile auch stromtechnisch emanzipiert.

Typ E

Elfenbeinküste, Laos oder Syrien sind Teil der französischen Kolonialgeschichte. Entsprechend hat die «Grande Nation» auch bei den Stromanschlüssen ihre Spuren hinterlassen. Der deutsche «Schuko» passt übrigens nicht in die französische Dose, da der Stift für die Erdung aus der Wand ragt. Umgekehrt funktioniert die Völkerverständigung aber.

Typ F

Typ F, der «Schuko», hat seinem Spitznamen von der Abkürzung für Schutzkontakt. Dieses Prädikat verdiente er sich durch seine Erdung, was heutzutage keine Besonderheit mehr ist. Ausser den Typen A und C sind alle Stecker geerdet.

Typ H

Der israelische Typ H ist absolut einzigartig. Er kommt ausschliesslich in Israel selbst, im Gazastreifen und in der Westbank zum Einsatz. Verbreitet ist dort mittlerweile auch der Typ C.

Typ I

Der Stecker des Typs I, auch bekannt als «der Australische», kommt in zwanzig Ländern vor. Zwei davon, Argentinien und Uruguay, fahren allerdings eine Extratour: Aussenleiter (Phase) und Neutralleiter sind vertauscht.

Typ J

Mit der Entwicklung der Norm «SEV 1011» hat sich die Schweiz ein weiteres Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Allerdings nicht ganz, denn neben Liechtenstein setzt auch Ruanda voll auf die «Schweizer Dose». Und in Jordanien, Madagaskar oder auf den Malediven kann man ebenfalls vereinzelt feststellen, dass es neben dem Emmentaler drei weitere Schweizer Löcher zum Exportschlager gebracht haben.

Typ K

Ähnlich wie die schweizerische Eigenentwicklung hat das dänische System vom kalten Nordeuropa aus die warmen Gefilde dieser Erde erobert, so zum Beispiel das karibische St. Vincent und die Grenadinen oder Senegal.

Typ L

Weil in Italien bis in die 1970er-Jahre zwei Stromtarife galten – einer nur für die Lampen –, führten auch zwei Stromleitungen in jedes Haus zu zwei separaten Steckdosen des Typs L mit unterschiedlichen Abmessungen. Heutzutage gibt es Steckdosen, die beide Steckergrössen aufnehmen können.

Typ N

Seit 1986 gibt es eigentlich einen internationalen Standard für Netzstecker, den IEC 60906-1. Er ähnelt dem Schweizer Typ J, ist aber nicht kompatibel. Bis jetzt hat nur Südafrika die Norm – neben der alten – eingeführt. Und in Brasilien gilt eine Abwandlung seit 2010 als bindend.

 

 

Rangliste Netzstecker
Typ A
Typ B
Typ C
Typ D
Typ E
Typ F
Typ G
Typ H
Typ I
Typ J
Typ K
Typ L
Typ M
Typ N